UK-Ltd GründungHintergrundinformationen zur Gesellschaftsform Limited Company (Ltd.)

Gesellschaftliche Pflichten

Registered Office

Das Registered Office ist die offizielle Anschrift der Limited Company. Der Ort muss nicht die Hauptverwaltung sein. Es muss sich jedoch um eine zustellfähige Adresse in England handeln, an die alle behördlichen Unterlagen zugestellt werden können. Ein Postfach ist hierfür nicht ausreichend.

Während der üblichen Geschäftszeiten sind im Registered Office Unterlagen (statutory registers) über die Gesellschaft zur Einsichtnahme vorzuhalten:

  • Bilanzen und Abschlüsse
  • Verzeichnis der Aktionäre
  • Verzeichnis der Direktoren
  • Beschlüsse der Aktionäre und Direktoren
  • Unterlagen über Kredite

Berichtspflicht und Steuern

Jährlich sind Informationen über die Aktionäre, Direktoren, Schriftführer und Bilanzen an das britische Handelsregister zu melden. Für die Bilanzen sind grundsätzlich britische Rechnungslegungsvorschriften zu beachten. Abschlüsse müssen nach United Kingdom Generally Accepted Accounting Principles (UK-GAAP) oder International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt werden.

Ist die Gesellschaft in England nicht geschäftstätig, fallen hier auch keine Steuern an. Die jährliche Bilanz wird als sogenannte "Nullbilanz" ausgelegt. Ist die Gesellschaft in der Schweiz tätig, so wird sie wie jede andere schweizer Gesellschaft zur Steuer veranlagt und muss ihre Bilanz nach deutschem Steuerrecht erstellen. Die Ergebnisse der ausländischen Geschäftstätigkeit sind ebenfalls beim englischen Handelsregister und erforderlichenfalls den englischen Steuerbehörden in der dafür vorgeschriebenen Form (IFRS, UK-GAAP) einzureichen. Die steuerlichen Richtlinien entsprechen dem sogenannten Doppelbesteuerungsabkommen innerhalb der Europäischen Union.

Stammkapital

Die Limited muss praktisch kein Stammkapital besitzen, jedoch muss in der Satzung ein Nennkapital (Nominal Share Capital) benannt werden, das - wie bei einer  Aktiengesellschaft (AG) - in Aktien (Shares) aufgeteilt wird. Jeder Gesellschafter (Shareholder) übernimmt einen Anteil. In der Praxis werden kleine Gesellschaften mit einem Kapital zwischen 100,- und 1.000,- EUR oder mehr gegründet.

Die Anteile (Shares) einer Limited Company werden auf den jeweiligen Inhaber mittels eines Anteilszertifikats (Share Certificate) ausgestellt und in das Gesellschaftsregister (Share Register) der Limited Company eingetragen. Das Share Certificate ist bei der Private Limited Company somit nur eine Beweisurkunde und kein Wertpapier. Bei der Private Limited Company dürfen – im Gegensatz zur Public Limited Company (PLC) - keine Aktien öffentlich angeboten werden.

Als Nennkapital können sowohl Bar- als auch Sacheinlagen eingebracht werden, wobei auch Dienstleistungen der Gesellschafter als Einlage anerkannt werden. Das sind deutlich liberalere Bestimmungen über die Erbringung der Einlageverpflichtung als in der Schweiz. Die Art der Einlage ist vom Schriftführer (Company Secretary) dem englischen Handelsregister (Companies House) lediglich mitzuteilen, ohne dass es einer Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag bedarf. Auch bei der Bewertung von Sacheinlagen herrscht größere Freiheit. Eine Vollwertigkeitskontrolle, wie bei der deutschen GmbH, findet nicht statt.

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